CHI ::: SAILING LOG
Panama dez. 2006
Als erstes mal entschuldigung, entschuldigung, entschuldigung.
wahrscheinlich haltet ihr mich alle fuer einen oberfaulen bazi, weil solange nichts neues zu lesen war. das stimmt so aber nicht ganz. die ursache lag bei der firma wo unsere webseite gehostet ist. die seite wurde auf einen neuen server gelegt, allerdings ohne uns davon zu verstaendigen. ja, und dann hatten wir auf einmal keinen zugriff mehr auf das ganze system. bis wir dann endlich rausgefunden haben woran das lag vergingen natuerlich wieder ein paar wochen und dann musste das alles wieder neu eingestellt werden. wer mich kennt weiss welch grosser computer spezialist ich bin. das heisst ich musste erst mal jemanden organisieren der das fuer mich erledigt. an dieser stelle recht herzlichen dank an hannes fuer seine hilfe.
seit ein paar tagen funktioniert es nun wieder und heute sind wir das erste mal in einem internetcafe um euch von den letzten neuigkeiten zu informieren.
also die groesste neuigkeit vorweg - eli hat zu rauchen aufgehoert. nicht erst gestern oder vorgestern, sondern die letzte zigarette hat sie am flughafen in panama city vor unserem abflug nach usa geraucht. ist also schon fast ein halbes jahr her. und sie haelt sich ausgezeichnet.
soweit die good news. wer mal bei unseren bildern reinschaut wird ein eher grausliches foto von unserem schiff sehen. wir haben ein riesiges loch in einem rumpf. wie ist das passiert.
das boot liegt ja in einem ganz ausgezeichnet geschuetzten naturhafen. zwei reihen von riffen und eine reihe mangroven und noch eine kleine vorgelagerte insel geben einen hervorragenden schutz gegen das wetter. (bilder der marina unter www.panamarina.net) in panama gibt es bekanntlich keine hurricanes also ist von der wetterseite alles ok. aber auch hier kann unvorhergesehenes passieren. ein lokaler heftiger wind so zwischen 25 und 30 knoten aus norden brachte ungewoehnlich viel wasser und der wasserstand stieg etwa einen halben meter ueber dem normalen level. dadurch wurde in dem naturbecken eine stroemung erzeugt, da das wasser welches hereingedrueckt wurde, ja wieder irgendwie abfliessen musste. waehrend der nacht ist dann leider eine unserer festmacherleinen gerissen und chi hat sich auf die seite gedreht. die spitze hat gegen das nachbarboot gedrueckt und das nachbarboot dann auf das naechste. eine kleine welle hat dann fuer die noetige auf und ab bewegung gesorgt und eine ganze lange nacht haben die 3 boote gegeneinander gestossen. die marinamitarbeiter haben natuerlich erst am naechsten morgen den schaden gemerkt und dann die sache wieder in ordnung gebracht.
bei unserem boot war NUR das loch in der spitze. das nachbarboot ist auf beiden seiten ziemlich beschaedigt mit mehreren loechern, gebrochener fensterscheibe und ausgerissener steuerungshalterung und das dritte boot hat auch so 5-6 kleine loecher und heftige abschuerfungen, sowie eine abgerissene seitenlaterne.
wir sind ja haftpflicht und kasko versichert und es sollte kein grosses problem sein. allerdings scheint das im moment nicht so klar zu sein. ich weiss auch nicht - vielleicht will die versicherung nur zeit schinden. den schaden bei unserem boot wuerde zwar meine kasko versicherung bezahlen, allerdings haben wir 3000,-- euro selbstbehalt und soviel macht der schaden nicht aus. es hat also keinen sinn die in anspruch zu nehmen. die schaeden der nachbarboote sollten durch die haftpflicht gedeckt sein, da ja bei unserem boot die leine gerissen ist. wir werden sehen welche ausreden sich die versicherung einfallen laesst um sich von der zahlungsverpflichtung zu druecken.
es ist hier noch immer regenzeit und die schaeden sollten schnellstens behoben werden um einen noch groesseren schaden durch die eindringende naesse zu verhindern.
da ich meinen schaden ohnehin aus eigener tasche behen muss, muss ich auch nicht auf eine stellungnahme der versicerung warten. ich habe daher sofort angefangen mit der reparatur. zuerst mal alles aufschleifen, dann habe ich innen einen starken karton angeklebt, aussen einen zweiten karton drueber um eine ungefaehre form vorzugeben und die ganze spitze des bootes danach mit bauschaum ausgeschaeumt. am naechsten tag die kartons entfernt, ein langes messer und schleifpapier und den riesigen schaumpatzen in form gebracht. solange bis die spitze wieder wie frueher ausgesehen hat. danach gings ans laminieren. gestern abend, kurz vorm dunkel werden haben wir angefangen die ersten 4 lagen gewebe drueberzugeben. jetzt ist das boot wieder dicht und es besteht keine gefahr mehr. allerdings die arbeit ist noch lange nicht fertig. es muessen noch mindestens 15 weitere lagen glasgewebe drueber laminiert werden. danach heisst es alles sauber und eben abschleifen, dann 3 lagen primer und dann noch ein paar schichten 2 komponenten polyurethanfarbe und es sollte wieder wie frueher aussehen. das mit der malerei ist mir im moment noch egal. wichtig ist dass das boot wieder seetuechtig ist. und dann geht es sofort wieder weiter. weg aus der hoelle der moskitos und noseeums. und sobald wir losstarten sollten auch unsere uebrigen bordsysteme wieder einsatzfaehig sein und wir konne und werden uns dann vom boot aus wieder melden.
noch eine neuigkeit. wir haben jetzt ein panamesisches handy und wer lust hat ist ganz herzlich eingeladen uns anzurufen. ueber skype kostet das nur ca. 20cent. unsere nummer von europa ist 00507-67435427
also dann bis bald mit den neuesten news
Posted by chico @ 07:45 AM CST [Link] [No Comments]