CHI ::: SAILING LOG
Wir sind wieder mal in unserem anderen Leben gelandet. Seit einiger Zeit versuchen wir wieder unseren schoenen Lebensstil aufrecht zu erhalten. Das funktioniert aber nur mit Geld und fuer Geld muss man arbeiten. Wir sind also wieder in den USA und gehen unserer Arbeit nach. Ich renoviere Wohnungen und arbeite als "Handyman" - einer der alles macht und das meiste davon sogar gut. Wasser, Abwasser, Heizungen, Elektro Anlagen, Waende abreissen und mit Rigips neue aufbauen, Malerarbeiten, Bodenleger, Zimmerer, Moebelbauer, Automechaniker, Flugzeugmechaniker, Dachdecker und einige Spezialmaschinen fuer Sonderarbeiten >zB. eine Ribboncutting maschine mit automatischer Verschweissung der Enden< habe ich auch schon gebaut. Ausserdem arbeite ich inzwischen nicht nur auf New York beschraenkt sondern amerikaweit. Unter anderem war ich 3 Wochen in Los Angeles. 2 davon zum Arbeiten und 1 Woche war richtiger Urlaub.
Was macht man in Los Angeles - man geht zum Beach und schaut ob Pamela Anderson zufaellig Dienst bei den Baywatchern hat (hatte sie nicht als wir dort waren, leider). Man schaut in Beverly Hills vorbei, man sieht sich die Universal Studios an, man geht die famous Shoppingstrassen entlang, man ....
Es war eigentlich ein wenig enttaeuschend. Vielleicht haben wir auch nur zuviel erwartet, ich weiss es nicht. Atemberauben ist es in der Nacht ueber Los Angeles zu fliegen. Etwa 25 Minuten lang nur Lichter unter dem Flieger!! Die Ausdehnung der Stadt hat enorme Dimensionen angenommen. Wo vor 12 Jahren noch Wueste war, ist heute alles besiedelt. Etwa 3 Stunden mit dem Auto von einem Ende der Stadt zum anderen Ende, bei fluessigem Verkehr. Die Flaeche entspricht etwa einem Kreis von Wels bis Wien der dichtest besiedelt ist. Das Beste an Los Angeles ist sicher das Wetter. Der uralte song "it never rains in Southern California" hat schon seine Richtigkeit.
Von Los Angeles ist es nicht weit nach Las Vegas und so lag es nahe dass wir einen kurzen Abstecher dorthin machen. Und wir hatten mehrfach Glueck dabei. Vor allem brauchten wir nicht in einem Leihwagen stundenlang durch die Wueste zu schwitzen, sondern wir konnten gemuetlich mit einer privaten Cessna dorthin fliegen. Man muss eben nur die richtigen Leute kennen. Unterwegs machten wir noch eine Zwischenlandung in Sedona. Das liegt auf einem kleinen Hochplateau - genau so wie man es in den Wild West Filmen immer sieht. Ein roter Felsen mitten in der Wueste und oben drauf ein kleiner Ort und ein Flughafen. Und da landet man. Nicht umsonst wird dieser Flughafen der "most scenic airport in USA" genannt. Ist schon atemberauben wenn du mitten am Felsplateau landest und rundherum gehts nur steil bergab. Noch dazu wenn der Pilot Elis Schwester ist, die noch in der Pilotenausbildung steckt und noch nicht so 100% locker und easy drauf ist bei den Landungen.
Las Vegas entsprach dann wieder genau dem was wir uns erwartet haben. Im Vordergrund natuerlich Spielautomaten. Wohin man geht ueberall stehen diese Geldfresser und es gibt genuegend Leute die freiwillig ihr Geld da reinstecken. Wenn ich mein Geld in den Mistkuebel schmeisse ist die Chance dass dabei mehr rauskommt genau so gross. Fantastisch sind auf alle Faelle die Hotelbauten hier. Unglaublich mit wieviel Fantasie die irrsten Palaeste hochgezogen wurden. Und man kann sogar sehr guenstig darin wohnen. Das Geld wird dann wieder bei den Spielern verdient. Es ist nur wichtig sie hierher zu locken.
Aber auch das ist inzwischen schon wieder Geschichte. Eli arbeitet derzeit sehr intensiv fuer eine Austtellung bei der groessten amerikanischen Acessoires Messe die im Rahmen der New York Fashion Week stattfindet. Da sind eine Unmenge von Vorbereitungsarbeiten noetig. Und da wir das zum Ersten mal machen, versuchen wir fuer alle Eventualitaeten gewappnet zu sein. Mal sehen wie es nach der Show aussieht. Vielleicht koennen wir wirklich viel Geld verdienen, vielleicht war alles umsonst und ausser Spesen nichts gewesen. Wir lassen uns ueberraschen.
Posted by chico @ 08:48 AM CST [Link] [No Comments]