CHI ::: SAILING LOG

29. September 2005

Seit 50 Jahren sind nun meine Eltern schon verheiratet. Wenn ich mir das so ueberlege, eine verdammt lange Zeit. Und ich habe das Gefuehl die beiden sind jetzt im Alter noch inniger verbunden als frueher. Sie wuenschten sich eine Feier nur in kleinem Familienrahmen und so wurde es auch abgehalten. Sogar die Sonne schien den ganzen Tag zu Ihren Ehren.
Aber alle Feiern gehen einmal zu Ende und so erwischte mich der Alltag schneller als mir lieb war. Viele, viele Kleinigkeiten waren wieder zu erledigen und zu organisieren. Ganz wichtig war neue Mieter fuers Haus zu finden und das Dach neu einzudecken. Der Winter steht vor der Tuer.
Nun Mieter habe ich noch keine, aber Frau Petra Arzboeck von der Hausverwaltungsfirma Arzboeck in Bischofshofen wird sich in Zukunft um diese Angelegenheiten kuemmern.
Leider war einfach viel zu wenig Zeit um alle Freunde zu treffen bzw. wenn ich sie traf fehlte meist die Zeit fuer laengere Gespraeche. Aber wie jeder 'Urlaub' ging auch die Zeit in Oesterreich sehr schnell vorbei und es hiess wieder Abschied nehmen. Rudi disponierte zu meiner grossen Freude ein paar Termine um und so konnte ich mit ihm nach Muenchen zum Flughafen sehr bequem mit dem Auto fahren. Diesmal verlief der Flug voellig planmaessig und sogar das Gepaeck kam an. Wie langweilig.
In New York merkt man langsam auch schon dass der sehr heisse Sommer zu Ende geht. Ich fange schon an mir darueber nachzudenken ob ich mir demnaechst wieder Socken anziehen soll.
Fuer uns stehen noch ein paar Wochen Arbeit vor der Tuere bevor es endlich wieder zum Boot nach Columbien geht.

Posted by chico @ 04:39 PM CST [Link] [No Comments]

Wednesday, September 21, 2005

21. September 2005

Nicht mal eine Woche nach unserem Aufenthalt in Maine wurde es für mich dann auch schon Zeit in den Flieger nach Österreich zu steigen. Und der Flug wird mir sicher länger in Erinnerung bleiben. Alles fängt ganz wunderbar an. Ich bekomme einen Fenstersitzplatz in der vordersten Reihe, wo man doppelt soviel Platz für die Fuesse hat (dort sitzen normal nur Alte und gebrechliche Leute - was muss ich für einen Eindruck bei der Lady am Flugschalter hinterlassen haben???)
Neben mir nimmt ein ausgesprochen hübsches junges Polenmädel Platz und wir unterhalten uns großartig während des langen Fluges. Nach der Zwischenlandung in Amsterdam checke ich als erstes meinen Weiterflug und alles ist in Ordnung. Ich habe fast 3 Stunden Zeit, genehmige mir was zu Essen und schlendere durch das Flughafen Areal. Eine halbe Stunde vor dem Weiterflug begebe ich mich zum Abflugbereich und sehe auf der Anzeige dass der Flug nach München inzwischen gecancelt wurde. Einfach so. Flug fällt aus. Ich also zum Informationsschalter und als ich nicht mal eine ordentliche Begründung für das Storno des Fluges erfahre werde ich ungemütlich.
Ich lasse mich nicht abspeisen. Ich bleibe so lange lästig bis der zuständige Typ eine akzeptable Lösung gefunden hat. Er druckt mir 2 neue Tickets aus und sagt ich habe jetzt 11 Minuten Zeit um zum richtigen Ausgang zu laufen und den Flieger nach Mailand zu ergattern und wenn das gut geht habe ich in Mailand 15 Minuten um Auszusteigen, durch das Flughafengebäude zu hetzen und den Flieger nach München zu erwischen. Das wäre die einzige Chance um noch am selben Tag von Amsterdam nach München zu kommen.
Und es geht sich aus. Ich erwische den Flieger nach Mailand und dann auch den Flieger nach München und mit weniger als 2 Stunden Verspätung komme ich in der Bayrischen Metropole an.
Nur eines war mir sowieso klar. Mein Gepaeck würde nie und nimmer recht- bzw. gleichzeitig ankommen. Das war ja direkt von New York nach München durchgecheckt worden. 2 Tage später ist es dann endlich eingetrudelt. Aber bei dem schönen Altweiber Sommer in Österreich war das eigentlich egal. Das einzige Problem das ich jetzt hatte war nichts anzuziehen. Und am Sonntag war die Goldene Hochzeitsfeier meiner Eltern.
Aber wozu hat man Freunde. Ein Notanruf bei Rudi und ich hatte wieder Sakko und ein frisches Hemd.

Posted by chico @ 11:43 AM CST [Link] [No Comments]

Saturday, September 10, 2005

Übers Wochenende nach Maine. Maine ist ein eher kleiner Staat der USA an der Nordostküste, unterhalb der Kanadischen Grenze. Eine Mischung aus Schweden und Salzkammergut. Viel Wasser, viel Wald und viele nette Menschen. Ein wenig grobschlaechtig vielleicht aber sehr herzlich. Seglerfreunde die wir in den wunderbaren Inseln des Archipelago de San Blas kennen gelernt haben, luden uns für ein langes Wochenende zu sich nach Hause ein.
Die beiden leben abwechselnd ein halbes Jahr auf Ihrem Boot in der Karibik und ein halbes Jahr in Ihrem Haeuserambiente in Maine. Die ganze Anlage besteht aus dem Haupthaus, einem Gaestehaus für 5 Personen einem kleinen Nebenhaus und natürlich ein paar Garagen. Alles umgeben von ein paar Hektar eigenem Wald und direkt am Wasser gelegen. Es lässt sich wirklich aushalten dort.
Wir erkunden ausgiebig die kleinen Fischerdörfer, wo vor allem der Krabben- und Lobsterfischerei gehuldigt wird. Ein Nachmittag in einem Kajak lässt uns erahnen wie kalt die Gewaesser hier sind, die vom Labradorstrom der aus dem eisigen Norden kommt, gespeist werden. Daraufhin beschließen wir für den nächsten Morgen ein erfrischendes Aufwachbad zu nehmen. Und es war wirklich erfrischend. Im Gegensatz zu dem was wir so an Wassertemperaturen das restliche Jahr über gewoehnt sind, waren die 12 (in Worten zwölf) Grad eine absolut sichere Möglichkeit binnen ein paar zehntel Sekunden aufzuwachen und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Aber so ist es halt, wenn man bei einem Bierchen zuviel blöde Vereinbarungen trifft, soll man sie auch einhalten.

Posted by chico @ 09:58 AM CST [Link] [No Comments]


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