CHI ::: SAILING LOG

Wednesday, February 26, 2003

26. februar 2003


es klingt bloed, ist bloed aber wahr. gestern gabs wiener schnitzel mit erdaepfel salat. richtige, gute von einem oesterreicher gekocht der seit 33 jahren hier auf grenada lebt und ein lokal betreibt.
es waren ueberhaupt sehr kulinarische tage in letzter zeit. montag nachmittag gabs echten oesterreichischen speck. oberoesterreichische und niederoesterreichische chartersegler die unsere zerfetzte flagge sahen kamen unmittelbar nach dem ankern zu uns an bord mit der frage wie lange seit ihr schon aus oesterreich weg sind? sie zogen ein paar flaschen oesterreichischen qualitaetswein aus dem dingi und meinten wir koennen das sicher gut gebrauchen. wie wahr!!! ein paar gute cuba libre, eine verabredung fuer den abend, der dann doch bis sonnenaufgang dauerte. viel gelaechter und hallo liessen uns wieder einmal wissen dass die oesterreicher einfach unschlagbar sind. am naechsten morgen wurde dann noch ein hoechst offizieller fahnenwechsel veranstaltet. der skipper tauschte seine nagelneue gegen unsere vom wind zerfetzte, ausgebleichte, weitgereiste oesterreichische flagge. bei dieser gelegenheit entsorgten sie dann auch noch ihre reste. wein, speck, geselchtes, nudeln und jede menge anderer lebensmittel. ein hoch auf die oesterreichischen segler.

gestern war sightseeing angesagt. eine spicefarm - gewuerze aller art, eine muskatnussfirma - wir haben jetzt 2 kg nuesse und das ganze schiff duftet wie eine grosse muskatnuss. natuerlich auch landschaft und urwald, wasserfaelle usw, sowie eine rumdestillerie - man kann dort auch kosten ............

Posted by chico @ 07:55 AM CST [Link]

Saturday, February 22, 2003

22. Februar 2003

Grenada hat uns mit Regen und unserem ersten Nebel seit der Abreise empfangen: 10 Minuten und dann ein gigantischer Regenbogen ueber uns. Wir haben in der Bucht von St. George nach einer durchsegelten Nacht geankert und uns sofort eine Stunde Schlaf gegoennt. Als wir wach wurden mussten wir leider feststellen, dass der Anker schliert und nicht haelt. Beim neuerlichen Ankern funktioniert ploetzlich der Motor nicht mehr und wir treiben zwischen den Yachten, schaffen es aber mit viel Glueck eine Boje vom Yachthafen zu krallen. Eli muss ins Hafenbecken springen, um das Boot mit Hilfe einer langen Leine am Steg zu befestigen: ein spektakulaerer Landfall auf einer weiteren, wunderschoenen Karibikinsel.

St. George, die Hauptstadt von Grenada, ist angeblich eine der schoensten Staedte der Karibik und nachdem was wir bei einem Erkundungsspaziergang durch die Stadt gesehen haben, koennte das auch stimmen. Vor St. George liegt die Titanik der Karibik, das italienische Kreuzfahrtsschiff "Bianca C", das 1961 nach einem Brand versunken ist und nun in einer Tiefe von 30-54 m liegt. Leider geht unsere Tauchausbildung nur bis 30 m, das oberste Deck koennten wir uns gerade ansehen, denn das Wrack soll noch sehr gut erhalten sein.

Derzeit ist die wahrscheinlich groesste oesterreichische Privatyacht im Hafen von St. George. Das Schiff heisst Carinthia und gehoert angeblich einer Kaerntnerin. Ja,auch wir wuerden gerne wissen, wem dieses 60 m Luxusheim gehoert, aber...

Am Flughafen von Grenada spielten sich gestern Mittag spektakulaere Szenen ab: Der First Mate von CHI, Eli, sprang verrueckt vor Freude auf und ab, als ihre Mutter und Schwester aus einer Air Jamaica Maschine kletterten und sich noch den New Yorker Schnee von den Schuhen abstreiften. Jetzt gibt es 10 Tage "Familiensegeln" und endlich wieder Mutti's heimatliche Kueche.

Posted by chico @ 09:15 AM CST [Link]

Monday, February 17, 2003

17. Februar 2003

5 wochen haben wir auf dieser wunderschoenen insel mit ihren sehr freundlichen menschen zugebracht, aber heute nachmittag werden wir unsere 2 anker lichten und uns auf den weg gegen norden machen. ja gegen norden und nicht wie urspruenglich geplant weiter richtung trinidad und dann entlang der venezuelanischen kueste. wir haben es aufgegeben zu lange im voraus zu planen, es kommt sowieso immer alles anders. aber auf grund der politischen situation in venezuela und nach gespraechen mit anderen seglern die vom sueden kamen ist es nicht besonders ratsam derzeit dorthin zu reisen. unser naechstes ziel heisst Grenada, anschliessend die Tobago Keys und die Grenadines und dann schoen langsam weiter nach norden.

ein anderer grund jetzt weiter zu segeln ist auch weil wir hier allmaehlich den status von inselengeln bekommen. allein diese woche haben wir einen grossbrand verhindert und 2 kinder vor dem offenen meer gerettet.
das mit dem feuer war wieder einmal oberlustig. neben der strasse bei einem eingeborenenhaus glost ein baum und faengt bereits zu brennen an. als wir es sehen stoppen wir ein zufaellig vorbeifahrendes polizeiauto und ersuchen ihn die feuerwehr anzurufen. in oesterreich wuerde sofort eine vorbildlich organisierte rettungsoperation gestartet. hier funktioniert das doch ein wenig anders. den guten polizisten hat der brennende baum einen sche....dreck interessiert. zuerst sagt er wir sollen die feuerwehr selber anrufen, als wir ihm erklaeren dass wir kein telefon haben, meint er wir sollen doch in das fotogeschaeft gehen das in der naehe des brandherdes steht. die sind schliesslich als erstes betroffen !!! die haben schoen geschaut als wir ihnen gesagt haben dass sie schon fast abbrennen.

die kinder waren schon ein wenig aermer dran.
ein ca. 12 jaehriger junge probiert das surfen und wird durch den boeigen wind weit abgetrieben. sein vater kommt mit einem kanu und dem kleinen 4 jahrigen bruder hinterher, uebernimmt das surfbrett, surft zurueck und glaubt es ist alles in butter. leider war der junge schon so geschwaecht dass er nicht einmal mehr das kanu gegen den wind und die wellen bewegen konnte und trieb langsam weiter aufs offene meer. als wir seine verzweifelten, resignierenden gesten wahrnehmen, schwingen wir uns natuerlich sofort in unser dinghi und schleppen die armen jungs zurueck zu ihrem hotel. ihre erleichtereten gesichter waren dank genug fuer uns.

Posted by chico @ 09:43 AM CST [Link]

Saturday, February 8, 2003

8. Februar 2003

wir haben sie gesehen. riesige HAMMERHAIE - 6 stueck. sie schwimmen neben uns vorbei drehten dann langsam um und warfen einen genaueren blick auf uns. ein wunder geschah. die hose war nicht voll. es heisst zwar immer die viecher sind gefaehrlich (hammerhaie haben angeblich ein sehr grosses agressionspotential, sie schrecken auch vor menschen nicht zurueck) aber wenn man sie vorbeigleiten sieht sind sie nur wunderschoen. schauplatz dieses specktakels waren die sister rocks im nordenwesten tobagos. 2 tage zuvor hatten wir bereits das vergnuegen einigen ammenhaien und riffhaien zu beobachten. die waren allerdings nur koerpergross.
die taucherei macht uns ziemlich viel spass. morgen gehen wir mit einheimischen auf die speergun unterwasserjagd. das wird sicher sehr spannend. am abend wird es wohl hoffentlich einen barracuda, oder wahoo oder mahimahi oder auch einen lobster geben. das ganze am grill auf dem schiff, dazu ein kuehles bierchen (oder 2) .... wir wollen euch ja keine langen zaehne machen. wirklich nicht (hihihi)

wo wir schon beim kulinarischen sind. gestern haben wir uns mehrer kokosnuesse im wald geholt und auf dem schiff fachgerecht mit der machete zerlegt(zertruemmert) - holzhacken ist einfacher und macht auch nicht so viel dreck. aber lustig wars. das schiffputzen nachher weniger. das naechste mal werden wir die dinger lieber an land auspacken.

also machts gut beim schneeschaufeln...........

Posted by chico @ 12:58 PM CST [Link]

Monday, February 3, 2003

3. februar 2003

paradise news
filmkarriere nicht unmoeglich. so titulierte die tobago news den filmauftritt der beiden segler eli + chico.
es stimmt wirklich wir kommen ins fernsehen. leider waren wir nur statisten und nicht die hauptdarsteller. VOX-Tours war diese woche unterwegs fuer filmaufnahmen ueber tobago. dabei konnten wir unsere neu erworbenen kenntnisse im tauchen gleich in die tat umsetzen. im sommer oder herbst soll der beitrag gesendet werden. wer sich also schon nicht mehr an uns erinnern kann und uns trotzdem noch gerne sehen moechte braucht sich nur den beitrag ueber wassersport in tobago anzuschauen. wir sind allerdings nur in ein paar sequenzen ueber das tauchen zu sehen. lustig war es auf alle faelle. und heiss auch. weil einmal passte dem kameramann das licht nicht, dann war der ton wieder nicht gut, dann lief wieder irgendjemand ins bild, usw, na ihr kennt das ja am filmset.

ein deutscher fleischermeister der seit 8 jahren auf der insel lebt, den wir natuerlich im LIME kennenlernten, hat uns letzte woche zu sich nach hause eingeladen. da gab es selbstgebackenes schwarzbrot, selbstgemachten leberaufstrich und natuerlich selbstgemachte wuerste. ein hammer. der mann ist ein genie. mal wieder so richtig wie zu hause jausnen. zusaetzlich hat er uns dann noch angeboten seine naehmaschine zu benutzen, damit wir unser sonnensegel fertig naehen koennen. wie ihr seht fehlt es uns an nichts.
na ja, fast nichts. an manchen tagen waere fuer 2 - 3 minuten ein kuehler schneewind nicht schlecht.

Posted by chico @ 01:17 PM CST [Link]


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