CHI ::: SAILING LOG
Erst mal nachträglich Frohe Weihnachten und ein Gutes, Gesundes, Glückliches und erfolgreiches Neues Jahr.
Es tut uns sehr leid dass wir uns bei niemanden gemeldet haben und keinen neuen Eintrag geschrieben haben. Wir hatten riesen Probleme mit dem Versand von E-Mails übers Satellitentelefon. Empfang war möglich, Versand leider nicht. Woran es gelegen hat – keine Ahnung.
Irgendwann ist es dann doch fertig geworden, unser Boot. Fertig nur so weit dass man wieder ins Wasser zum segeln damit kann. Ein Boot ist ja nie ganz fertig. So ist es auch bei uns. Kaum ist der Anker vor dem Club Nautico in Cartagena gefallen, setze ich mich hin und fange mit der neuen Arbeitsliste an. Damit wir auch nichts vergessen. Nach dem mir 6 Punkte zum reparieren eingefallen sind bin ich sehr happy. Das sind höchstens 2 Tage Arbeit. Am Ende des Tages ist die Liste 3 Seiten lang und meine Stimmung entsprechend tief gesunken.
Die nächsten Tage sind ausgefüllt mit Besorgungen, Arztbesuchen und Einkäufen für die kommenden Monate.
Immer öfter kontrollieren wir die Wettervorhersagen. Am 10. Dezember ist es dann soweit. Die Prognosen sind einigermaßen gut. 15 Knoten Wind für den ersten Tag und etwas unter 10 Knoten für den 2ten aus Nordosten. Unser Kurs ist 252 Grad. Frühmorgens, kurz nach Anbruch des ersten Tageslichtes hieven wir den Anker und verlassen Cartagena. 5 Stunden lang fahren wir unter Motor bis wir die Windzone erreichen und Segel setzen können. Ich beschließe nicht direkten Kurs zu segeln, sondern etwa 270 – 275 Grad. Dadurch kommen wir in eine Zone etwas stärkeren Windes und wir können die Gegenströmung in Landnähe vermeiden. Erst die letzten 80 Meilen soll dann der Kurs direkt auf den Eingang des Korallengürtels nördlich der San Blas Inseln gesetzt werden. Der erste Tag verläuft super. Immer 15 – 20 Knoten, Geschwindigkeit 7 Knoten und zusätzlich 0,5 – 1 Knoten Schub durch die Strömung. Wir kommen sehr schnell voran und ich rechne natürlich schon mit einer neuen Rekord Ankunftszeit. Ab 0800 am Morgen schläft dann der Wind ein. Ab 1000 Uhr absolute Flaute. Wir treiben nur noch mit der Strömung 0,5 – 1 Knoten Fahrt. Aber immerhin in die richtige Richtung. Wir haben Sprit an Bord für etwa 90 Meilen. Ab Mittag wäre es theoretisch möglich den Motor zu starten und den Rest unter Maschine zurückzulegen. Allerdings haben wir 2 Tage nach unserer Ankunft Freunde an Bord. Und wenn wir jetzt unter Maschine fahren und dann in den San Blas keinen Benzin bekommen, was sehr oft vorkommt, dann sind wir angeschmiert. Zwischen den Riffen ohne die Möglichkeit des Motors, nur unter Segel zu manövrieren mit all den Strömungen das ist nicht was ich wirklich will. Es ist einfach zu gefährlich. Wir warten also bis wir auf 40 Seemeilen an die Inseln herangetrieben sind und starten dann den Motor um den Rest der Strecke zu fahren. Dadurch bleibt uns noch genügend Benzin für die Zeit mit unseren Freunden. Außerdem kommen wir dadurch dann am nächsten Morgen bei Tageslicht an. Wir haben einen neuen Langsam Rekord aufgestellt. 49 Stunden – das sind mindestens um 14 Stunden zu langsam. Aber was solls.
Wir genießen den einen Tag Freizeit den wir haben, Urlaub. Eine ganz neue Erfahrung für uns.
Schoene Tage vergehen mit unseren Freunden. Endlich wieder schnorcheln, klares Wasser, angenehme Temperaturen, Palmen, Sandstraende, und, und, und…..
In den naechsten Tagen kommen neue Fotos auf die Seite.
Wer uns erreichen will kann uns unter unserer neuen Iridium Satelliten Telefon Nummer 008816-315-72662 jederzeit anrufen. Zumindest tagsüber haben wir es eingeschaltet. Bitte die 6 Stunden Zeitverschiebung beachten (bei uns ist es schon 6 stunden spaeter).
Posted by chico @ 10:59 AM CST [Link] [No Comments]