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03/20/2007 Entry: ""

„After You“ ist gesunken und wird ein schönes Riff werden. So habe ich beim letzten Mal geschrieben. Aber das ist schon wieder überholt. Inzwischen wurde das versunkene Boot geborgen. Mark, der hier ein ehemaliges Shrimpboot besitzt und es gerade zu einem schwimmenden Restaurant umbauen will, hat die Kraft seiner großen ehemaligen Netzwinde genutzt und das versunkene Boot in seichtes Gewässer gezogen. Dort wurde dann in tagelanger Arbeit die stark beschädigte Bordwand mit unter Wasser aushärtendem Epoxi laminiert bis das Boot wieder dicht war. Bis es soweit war, war eine Menge an nicht ungefährlicher Arbeit erforderlich. Das Wrack befand sich in 50 Metern Tiefe. Dort hat man eine Nullzeit beim Tauchen von vielleicht 4 Minuten. Und nur 4 Minuten zum Arbeiten Zeit haben, ist so gut wie nichts. Das reicht vielleicht gerade mal um 2 Schwimmleinen zu befestigen, dann muss man schon wieder auftauchen. 2 Tage hat es gedauert bis das Wrack lokalisiert war. Die Strömung und ein leicht schräg abfallender harter Sandgrund brachten das Wrack an einen völlig anderen Ort. Genau entgegengesetzt zu den an der Wasseroberfläche herrschenden Bedingungen. Beim ersten Tauchgang dann auf einmal im Funk die Meldung dass dringend weitere Tauchflaschen benötigt werden. Mark muss unter Wasser dekomprimieren. Das bedeutet er muss so lange einige Meter unter Wasser bleiben, bis sich der in seinem Blut entstandene Stickstoff wieder verflüchtigt hat. Und unter Wasser braucht man eben Luft. Und sein Tauchcomputer zeigt ihm an dass er 6 Stunden im Wasser bleiben muss. Eine Deko-Kammer gibt es nur in Panama City und für den Hubschrauber ist es bereits zu spät für einen Transport. Er kann um diese Zeit hier nicht mehr landen. Eine Ärztin fährt zur Unglücksstelle und mit ihrer Hilfe klärt sich dann alles auf. Mark hat keinerlei der üblichen Symptome und er sagt dass er nicht länger als 1 Minute ganz unten war. Der Fehler war einzig dass er den Tauchcomputer eines anderen genommen hat, der kurz davor auf 40 Meter Tiefe war und der Computer konnte natürlich nicht wissen dass er jetzt von einem anderen Taucher benutzt wird.
Auf alle Fälle noch mal gut gegangen. Das Boot soll jetzt weitgehend repariert werden, der Motor überholt, die Elektrik und Elektronik ausgetauscht werden, ja und dann will Mark das Schiff, das ja jetzt ihm gehört, wenn möglich an den ehemaligen Eigentümer zurück verkaufen.

Neulich kam es zu einem fürchterlichen Brand. Wir sitzen in den East Lemons und plötzlich entdecke ich etwa 7 Meilen südlich von uns, am Festland, einen riesigen Feuerschein. Die Kunas brennen oft in der Nacht große Feuer in denen sie die von den Bäumen gefallenen Palmwedel verbrennen. Aber so was riesiges habe ich noch nie gesehen. Nach 2 Stunden ist der Spuk vorbei und am nächsten Morgen läuft das Funkgerät wieder mal heiß. Soledad Miriam, ein Kunadorf mit etwa 800 Einwohnern ist abgebrannt. Die meisten Häuser sind ja nur aus Bambus und Palmwedeln gemacht und wenn staubtrocken, genuegt ein Funke und das ganze brennt wie Zunder. Und viel mehr war es auch nicht. Ein Funke, eine Hütte fängt an zu brennen, wird durch den Wind angefacht, das Feuer wird groesser, die nächste Hütte brennt, eine Gasflasche explodiert, usw…
Insgesamt sind 70 Hütten vernichtet worden, es gab zum Glueck nur 2 Tote und 3 Schwerverletzte.
Von den Seglern wird sofort eine Hilfsaktion gestartet. Mehrere Boote erklären sich bereit in das von Riffen gespickte Inselgebiet einzufahren, das normalerweise wegen seiner Gefährlichkeit gemieden wird. An allen Ankerplätzen wird gesammelt, es fehlt an allem. Angefangen von Trinkbechern, Hängematten, Geschirr, T-Shirts, kurze Hosen, Wasser, Decken, einfach alles was entbehrlich ist wird gegeben. Die Kunas und ihre Familien, die ihre Hütte verloren haben, haben buchstäblich außer ihrem Leben nichts mehr. Am späten Nachmittag sind 3 Boote voll beladen mit hunderten Kilos an brauchbaren Gütern vor dem niedergebrannten Dorf. Sie erzahlen später es war wie eine Schneise die durch das ganze Dorf gelaufen ist. Links und rechts die Glücklichen denen alles geblieben ist und in der Mitte, genau in Windrichtung, die armen Teufel die nichts mehr hatten. Die ganzen Hilfsgüter wurden an die 3 Sailas, das sind die 3 Häuptlinge, übergeben, die sich um die Verteilung kümmern wollten. Wir, die Segler, waren um einen halben Tag schneller als das erste offizielle Regierungsboot.

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Posted by business debt @ 03/26/2007 12:34 PM CST

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Posted by debt consolidation service @ 03/26/2007 12:11 PM CST

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