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03/25/2004 Entry: "San Blas Inseln"
Ganz sicher sind wir noch nicht ob wir es gefunden haben oder nicht.
Wenn es aber so etwas wie das Paradies gibt, dann sind wir ganz, ganz
knapp dran.
Rund um uns kleine, Palmenbewachsene Inseln. Wir ankern in kitschig
türkisblauem Wasser mitten zwischen mehreren Riffen hinter einer dieser
Inseln (Tia Tupu) die uns Schutz vor den mächtigen Wellen der
karibischen See, und den um diese Jahreszeit immer wehenden Winden,
bieten. Immer wieder paddeln Eingeborene (Kuna Indianer) mit ihren, aus
einem einzigen Stamm eines Cedar Baumes herausgehauenen, Einbaum vorbei,
winken uns freundlich zu, fragen ob wir was brauchen, sammeln ein paar
Kokosnüsse ein, fangen ein paar Fische und rudern gemächlich wieder nach
Hause.
Das Zu Hause eines Kuna Indianers sieht freilich ein bisschen anders als
die Durchschnittswohnung eines Mitteleuropäers aus. Im allgemeinen sind
es ein paar Bambuspfosten die zu einem Hausähnlichen Gebilde
zusammengebunden wurden. Das ganze wird dann entweder mit Palmblättern
oder Wellblech (die moderne Version) gedeckt. Damit es nicht überall
durch pfeift und reinregnet ist die Wetterseite des Hauses sehr oft mit
Plastikplanen oder Stoffen zugehängt. Die Inneneinrichtung besteht zum
Grossteil aus ein paar Schnüren, an denen einfach alles aufgehängt wird.
In den Luxuswohnungen gibt es schon so etwas wie ein Regal,
zusammengebunden aus Brettern die sie am Strand finden und einigen
Bambusstöcken. Die Küche ist entweder ein offenes Feuer in einer Ecke,
manchmal auch ein altes Fass, auf dem alles gekocht wird. Geschlafen
wird in Hängematten, da ja die ganze Familie, vom Enkel bis zur Oma,
unter einem Dach wohnt würde man sonst Schwierigkeiten mit der
Platzeinteilung bekommen.
Wir haben uns in den letzten Wochen zu einer gravierenden Änderung
unserer Reiseroute entschlossen. Wir werden nicht wie geplant heuer in
die Südsee aufbrechen, sondern die Fahrt zu den Gallapagos, Marquesas,
Tuamotos, Tahiti, Bora Bora, Fidji und all den anderen bezaubernden
Inseln, um ein Jahr verschieben.
Der Grund ist recht einfach. Wir sind seit unserer Abfahrt aus
Monfalcone ca. 13500 Seemeilen gesegelt. Wir hatten sehr wenig Zeit für
uns selber, bzw. für Menschen die wir kennen gelernt und lieb gewonnen
haben. Immer hieß es wir müssen weiter. Wir glauben nicht dass es der
Sinn so einer Reise ist, eine schöne Insel nach der anderen abzuhacken,
ohne die Menschen darauf kennen zu lernen, die Inseln zu entdecken und
das ganze zu genießen. Wir werden uns also die nächsten Monate hier im
Raum Panama, Costa Rica aufhalten. Hier gibt es hunderte von Inseln und
befahrbaren Flüssen. Das Gebiet liegt außerhalb aller Hurrikan Gebiete.
Panama ˆmit Ausnahme der Stadt Colon und Teilen von Panama City- sowie
Costa Rica gelten als sehr sicher.
Also der perfekte Platz um nicht weiterzuhetzen, sondern zu pausieren.
Normalerweise soll man die Südsee wegen der Taifungefahr innerhalb von 6
Monaten (April bis November) durchsegeln. Es würde also wieder nur
bedeuten weiter, weiter immer weiter.
Replies: 1 Comment
Hallo Elena und Herbert!
Wir sind gerade in den White-Sundays und nun bei einem Internet-Anschluss in unserem Backpacker in Airlie-Beach.
Vom Start bis jetzt habt Ihr Beiden ja schon mehr erlebt als viele in ihrem halben Leben.
Wir wuenschen Euch auf Eurem gemeinsamen Lebens-Erfahrungs-Weg weiterhin alles Gute und mindestens eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
"NO Worries" nunmehr nur noch von DOWN UNDER
senden Euch Beiden
Guenter und Ursula Eichlberger
Posted by Guenter und Ursula Eichlberger @ 04/16/2004 03:23 PM CST